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Interview mit der stellv. Vorsitzenden der Theaterfreunde

Lebenslange Leidenschaft fürs Ballett

Heidi Blaschek über ihr Engagement im Vorstand der Theaterfreunde

Wie kam es dazu, dass du »Theater­freundin« wurdest? Das Ballett war eigentlich der Grund, warum mein Mann und ich bei den Theaterfreunden eingetreten sind. Denn ich dachte, wenn ich da drin bin, dann gehe ich regelmäßig ins Ballett und finde hier eher eine Hei­mat. Das war 1995, als wir frisch hierhergezogen waren. Früher, in Stuttgart, hatte ich mir sehr viele Ballettaufführungen angeschaut. Mein allererstes Ballettstück in Stuttgart war übrigens »Onegin« von John Cranko mit Marcia Haydee. Das war der erste große Ausflug mit meinen Eltern in die Stadt zur Staatsoper. Das ist so eine bleibende Erinnerung - und da hat sich nun mit der

Premiere von »Eugen Onegin« hier in Kiel quasi der Kreis geschlossen. Im Vorstand der Theaterfreunde bin ich jetzt seit neun Jahren - aus dem einfachen Grund: die Kinder waren aus dem Haus, und ich hatte neben meinem Beruf Kapazitäten frei.

Was gefällt dir an deinem Engage­ment für die Theaterfreunde? Die Vielfältigkeit und die abwechs­lungsreiche Arbeit, die Theater bietet, und dass man einfach mal hinter die Kulissen gucken kann, die verschiedenen Sparten, die unterschiedlichen Menschen und die Chance, dass man neue Ideen einbringen und mithelfen kann. Beispielsweise ist mir die von den Theaterfreunden unterstützte Ver­anstaltungsreihe »Begegnungen« sehr wichtig, in der nach Kiel ge­flüchtete Menschen am Anfang hauptsächlich über das Ballett ans Theater herangeführt wurden. Das war am leichtesten verständlich - ohne Sprache, aber dafür mit Bewegung, Mimik und Gestik. Das ist immer auch eine große Bereicherung für diejenigen, die diese Menschen begleiten.

Wie unterstützen die Theaterfreun­de das Ballett Kiel? Neben den »Begegnungen« unterstützen wir auch die »Ballettwerkstätten«, bei denen wir dem Publikum vor Beginn Getränke im Steinfoyer anbieten, woraus sich so manches schöne Gespräch ergibt. Ähnliches machen wir bei den Schuhpaten des Ballett Kiel, die wir nach dem Trainingsbesuch zu einem geselligen Beisammensein im Opernkeller einladen. Auch das Winterkaffeetrinken der Schuhpa­ten mit den Tänzer*innen finanzie­ren wir. Darüber hinaus beteiligen wir uns am Catering für die Aktiven bei der internationalen Ballettgala und haben aktuell die Gage von Carolina Agüero für eine der sechs Vorstellungen übernommen. Und nicht zuletzt verleihen wir alle vier Jahre beim Opernball einen Förderpreis an herausragende Tänzer*innen.


Die Gesellschaft der Freunde des Theaters in Kiel e. V. unterstützt ideell und finanziell die künstlerische Entwicklung und Öffentlichkeitsarbeit desTheater Kiel. Mitglied kann man für einen Jahresbeitrag von 40 € werden. Nähere Informationen und Kontakt über die Homepage der Theaterfreunde www.theatergesellschaft-kiel.de

Die Schuhpaten unterstützen mit je 250 € pro Spielzeit das Ballett Kiel beim Schuhkauf und erhalten als Dank dafür u. a. Tickets für eine Ballettvorstellung, einen Generalproben- und einen Trainingsbesuch. Weitere Informationen im Ballettbüro oder per Mail an kontakt@baliett.theater-kiel.de