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Operncafè Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer

Das Operncafé am 3.10.21 zu der Oper „Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer“ im Kieler Opernhaus.

„Mein Herz ist gut, ich bin ganz sanft“, singt der Halbdrache Nepomuk (Arthur Canguçu) und führt mitten hinein in die fantasievolle Welt der Familienoper „Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer“ nach dem berühmten Kinderbuch von Michael Ende.

Unter der profunden und charmanten Anleitung von Operndramaturgin Eva Bunzel, stellt Bühnenbildnerin Nina Sievers, die sich noch an die „Jim Knopf-Vorlesestimme“ ihrer Eltern erinnert, ihr sehr schönes Konzept vor. Und verrät, dass die Reise, die Jim unternimmt, farbenfroh wird, und die Bühnenmaschinerie zeigen wird, was sie kann, damit reichlich „Theaterzauber“ entsteht.

Die, auch weit gereiste und vielbeschäftigte Sarah Kohrs, führt erstmal in ihrer Heimatstadt Regie. Sie erläutert, dass sie großen Wert auf Verständlichkeit für die Kinder bei der Familienoper gelegt hat. (Empfohlen ab 6. Jahren). „Kinder sollen das sofort verstehen können“, daher ist die böse Frau Mahlzahn auch 2,80 m groß und der kleine Ping-Pong hingegen, nur eine kniehohe Marionette. Kinder sollen sehen, dass Theater gespielt wird. Deshalb ist der Darsteller in den farblich abgestimmten prachtvollen Kostümen (Christiane Hielscher) immer erkennbar.

Die Uraufführung fand 2019 an der Komischen Oper in Berlin statt und Kiel ist damit das zweite Opernhaus, dass dieses Stück präsentiert.
„Jim Knopf “ ist eine Art „Road Oper“, bei der Jim auf verschiedenen Stationen das Fürchten lernt und damit ein wenig erwachsen wird. Das 1962 erstmals erschienene Märchen beinhaltet daher eine „coming of age“ Geschichte.

In seiner katalanischen Muttersprache hat der musikalische Leiter Sergi Roca als Knabe das Buch kennengelernt. Er verspricht einen musikalisch gut anhörbaren abwechslungsreichen Mix aus verschiedenen Stilen (Komponistin Elena Katschermin). „Allein das Schlagwerk besteht bis hin zu Autobremsen aus über 30 Instrumenten“, dargeboten vom gut besetzten und teilweise sichtbaren Philharmonischen Orchester. Für die politisch korrekte Deutung ist ebenfalls gesorgt, so sieht Sara Kohrs die schwarze Hautfarbe des Protagonisten als ein Symbol für sein „Anders sein“.

Sehr symbolisch geht es auch im Bühnenbild zu, aber das sei hier nicht verraten,

Dafür wissen es schon die Besucherinnen des Operncafé (das für Theaterfreundinnen und -freunde nur 3€ kostet).

Musikalische Ausschnitte bot auch als Prinzessin Li Si, Prinzessin von Mandala  Şen Acar und ganz köstlich tanzende und singende Geier: Fred Hoffmann und Ian Spinetti.

Es verspricht eine wunderschöne Familienoper zu werden. (til)

Premiere findet am 15.10.2021 statt.