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Oper zu Hause

 „Früher als es noch Konzerte und Opernaufführungen im Übermaß gab und in Klassikhochburgen wie Berlin, Prag, Wien, Paris oder London die Musikfreunde, so sie das Geld hatten, gar nicht wussten, wohin sie am Abend gehen sollten,“, so beginnt Reinhard Brembeck seine Kritik in der SZ über Claude Debussys einzige Oper   "Pelléas et Mélisande" aus der Grand Opera Geneve, die er gerade als Opernstream gesehen hat.

Quelle: Theater Kiel Youtube Kanal Da momentan coronabedingt leider keine Einführungen im Foyer des Opernhauses stattfinden können, führen Sie hier unser leitender Dramaturg Ulrich Frey, Generealintendant Daniel Karasek, Generalmusikdirektor Benjamin Reiners und Ausstatterin Claudia Spielmann durch diese kleine Online-Einführung von »Die Gärtnerin aus Liebe« 2020/21.

Jetzt, nach mittlerweile zweieinhalb Monaten Klassiklockdown werden auch die hartgesottensten Liveverfechter doch gelegentlich schwach und nehmen den einen oder anderen Stream zu sich, mit einer mehr oder weniger wohnzimmertauglichen Klangqualität.
Wer aber mit den neuen Medien nicht so sehr vertraut ist, dem hilft das gute alte Fernsehgerät und sogar noch der DVD Player zu oft erstaunlichem Operngenuss vor dem heimischen Sofa. Ganz entspannt knuspernd und lagernd und ohne den Zwang, der Vorstellung in ganzer Länge, ohne Unterbrechung zu fremdbestimmten Zeiten, folgen zu müssen.
Diesbezüglich bieten die kalten Winterabende eine willkommene Gelegenheit, sehr interessante Opernaufführungen in ganz Europa zu sehen und danach ganz entspannt im heimischen Bette zur Ruhe zu kommen.

ARTE Concert bietet in dieser Saison „Turandot“ aus Barcelona, “Tosca“ aus Aix-en-Provence, “Hoffmanns Erzählungen“ aus Brüssel, “Parsifal“ aus Rom, „Das Land des Lächelns“ aus Zürich, “Pippi Langstrumpf“ als Oper aus Helsinki und viele andere besondere Konzerte und Ballettaufführungen, ohne das eigene Heim verlassen zu müssen. In anderen Zeiten hat man ja oft keine Gelegenheit für diese Aufführungen, da das Live Erlebnis ruft und das Abonnement die Termine vorgibt.
Nun aber ist Zeit, um sich sehr kostengünstig Aufführungen anzusehen und zu kritisieren, ohne darüber nachdenken zu müssen, dass die Eintrittskarten doch recht teuer waren, oder, dass der Herr in der Reihe vor einem doch nicht hätte Knoblauch essen müssen, oder die Dame hinter uns nicht so laut mit dem Bonbon rascheln sollte.

So hat halt jede Zeit ihre Chance und dabei haben wir noch gar nicht davon gesprochen, dass es auch noch unzählige Opern DVDs mit legendären Aufführungen gibt.
Nutzen wir also die freien Abende: Bald fängt das Theater wieder an… endlich (til)